Organisation und Leitung einer Nachsorgegruppe

Einleitung und Beginn einer Nachsorgegruppe


      ─  Zeitpunkt der Gruppenbildung ( möglichst schnell nach einem Ereignis)

      ─  Aktives Zugehen auf die Betroffenen

  Einladung zur Teilnahme an einer „geleiteten Nachsorgegruppe“                              

               (Schicksalsgemeinschaft)

─  Gruppenzusammensetzung

      ─  Äußere Gruppenstruktur
             ( Termine, Häufigkeit, Dauer, Zeitrahmen, Ablösung und   Beendigung  

               der professionellen Betreuung, äußerer Rahmen und Umgebung,   

               Finanzierung

      ─  Innere Gruppenstruktur (steuern des Gruppenprozesses, Themen, Gruppenregeln,  

                                                  Untergruppenbildungen. )

─  Informationsaustausch für alle Betroffenen und alle Belange der Geschädigten, woraus sich    Interessengemeinschaften bilden. ( Information über die Todesumstände, Aufklärung über das Katastrophengeschehen, Informationen über Umgang mit Behörden, Medien etc., Interessenvertretung, die der Bewältigung dient, gemeinsame Aktionen. )

Psychotherapeutische Hilfen zur Bewältigung der PTSD (PTBS) und Begleitung des   Trauerprozesses (Erinnerung an das traumatische Erlebnis und äußern des emotionalen Erlebens damit Beginn des Verarbeitens. z.B. Entspannung, Gespräch, erkennen das Sie nicht alleine sind, schrittweise, vorsichtige und wiederholte Konfrontation mit der belastenden Situation, (durch Erzählungen der anderen besser zu ertragen). Klärung der Umstände des Todes. Desensibilisierung und in- vivo- Desensibilisierung, EMDR, Rituale, Klärung der Beziehung zu den Verstorbenen, z.B. geleitete Phantasien, Beschäftigung mit Fotos und symbolischen Objekten der Verstorbenen, Besprechen von Träumen, Schuldbewältigung und Abschiedsritualen, Hilfestellung zur Bewältigung von aktuellen Lebensproblemen als Folge der Veränderungen der Lebenssituation durch die Katastrophe.

        Hilfestellung und Unterstützung bei der Suche nach Einzeltherapie, wenn dieses als 

            notwendige Weiterbegleitung erkannt oder gewünscht wird.

  Weiteres Aufnehmen anderer Betroffener zu unterschiedlichen Zeiten. Ein schneller Beginn nach einem Ereignis lädt Betroffene ein, die beziehungsfähig sind. Andere ziehen sich erst einmal zurück und nehmen später den Kontakt zu anderen Betroffenen auf.

Sybille Jatzko (1998) +( 2002)